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Häusliche Pflege organisieren

Hierbei gibt es verschiedene Optionen, die von der jeweiligen Lebenssituation und den persönlichen, zeitlichen, räumlichen und finanziellen Gegebenheiten abhängen. In unserem heutigen Blogbeitrag sind wir mit Frank Dewes, dem Inhaber der saarländischen Sitzmöbel-Herstellers Devita GmbH, im Gespräch zum Thema, wie sich häusliche Pflege am besten organisieren lässt.

Herr Dewes, vor welchen Herausforderungen stehen Familienangehörige, die sich für die häusliche Pflege ihrer Eltern und Schwiegereltern entschieden haben?
Da die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen oft kein schleichender Prozess ist, auf den man sich vorbereiten kann, sondern meist überraschend durch plötzliche Krankheiten oder Unfälle ausgelöst wird, gilt es, in der Familie schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen und die notwendigen Schritte für die häusliche Pflege einzuleiten.

Welche Dinge müssen Angehörige bei der häuslichen Pflege organisieren?
Sobald eine Pflegebedürftigkeit auftritt, sollten Angehörige mit der zuständigen Pflegekasse Kontakt aufnehmen und die Pflege beantragen. Für die Einstufung in den Pflegegrad, der eine Aussage über das Maß der Pflegebedürftigkeit trifft, wird seitens des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) beim Patienten zu Hause ein Besuch vorgenommen und ein Gutachten erstellt. Ist einer der fünf Pflegegrade bewilligt worden, beginnt ab dem Tag, an dem der Pflegeantrag eingereicht wurde, die Zahlung des Pflegegeldes.

Auch sollten der Hausarzt und alle an der Pflege Beteiligten über die Pflegesituation informiert werden. Pflegende Angehörige sollten sich darüber hinaus Experten suchen, die sie zu den Themen pflegegerechtes, im Bedarfsfall auch barrierefreies Wohnen, Hausnotruf und Hilfen bei Mahlzeiten und der Haushaltsführung beraten können.

Wurde den pflegebedürftigen Angehörigen ein Pflegegrad zugesprochen, sollten Angehörige gleich Pflegehilfsmittel wie ein Pflegebett, Rollator und Rollstuhl beantragen, um hier eine finanzielle Entlastung zu erhalten. Das klingt nach sehr viel, lässt sich aber gut bewältigen, wenn man den „Elefanten in Scheiben schneidet“.

Welche Tipps können Sie Angehörigen geben, die zu Hause pflegen?
Es ist völlig legitim, nicht alles alleine stemmen zu müssen und sich für bestimmte Aufgaben und Fragestellungen Unterstützung zu holen. Nicht jeder möchte und will beispielsweise die Körperpflege von Eltern und Schwiegereltern übernehmen. Diese Aufgabe können die Fachkräfte ambulanter Pflegedienste leisten. Auch sollten pflegende Angehörige immer wieder auf eigene Pausen und Auszeiten achten. So steht nach sechs Monaten häuslicher Pflege pflegenden Angehörigen für Urlaub oder Krankheit für eine Dauer von sechs Wochen eine Pflegevertretung zu. Leistungen, die man mit gutem Gewissen in Anspruch nehmen kann, um selbst in seiner Kraft zu bleiben.

Können sich Familien auf die Pflegebedürftigkeit von Angehörigen vorbereiten?
Durch meine langjährige Tätigkeit im Bereich der Pflegesessel und den Kontakt mit pflegebedürftigen Kunden und ihren Familien habe ich häufig Einblicke in das Thema Pflegebedürftigkeit erhalten. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn sich Familien frühzeitig mit Pflege-Szenarien und Betreuungs-Optionen auseinandersetzen, der Schock der Pflegebedürftigkeit leichter zu verkraften ist. Je mehr Vorkehrungen getroffen sind und je höher der Informationsstand ist, desto schneller ist man im Ernstfall handlungsfähig. 

Wohin können sich Angehörige bei Fragen oder Unsicherheiten wenden?
Es gibt viele Situationen, in den Pflegebedürftige und ihre Angehörigen unsicher sind und einen Expertenrat und seelische Unterstützung benötigen. Mögliche Anlaufstellen können hier Rathäuser, Pflegestützpunkte der Gemeinden, Selbsthilfegruppen, Vereine oder psychologische Beratungsstellen sein. Diese leisten für pflegende Angehörigen oft eine großartige, meist kostenfreie Unterstützung.

Inwieweit unterstützen Pflegesessel den Pflegealltag?
Pflegesessel sind speziell für pflegebedürftige Menschen konzipiere Sessel. Sie sind mit besonderen Funktionalitäten ausgestattet, die der gesundheitlichen Situation Pflegebedürftiger gerecht werden und die häusliche Pflege erleichtern. Durch unterschiedliche Sitz- und Liegepositionen ist ein längerer Verbleib im Sessel möglich, Rollen erhöhen die Mobilität und machen damit eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich.

Herr Dewes, wir danken Ihnen für das Interview.

Fotonachweis: www.123rf.com

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