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Stuhl mit Aufstehhilfe vs. Aufstehsessel: Ein Vergleich für Angehörige

Wenn Aufstehen zur Herausforderung wird, stehen viele Familien vor derselben Frage: Reicht ein Stuhl mit Aufstehhilfe, oder ist ein Aufstehsessel die bessere Lösung? Die Antwort hängt weniger vom Möbelstück selbst ab als vom Alltag der Person, die es nutzen soll. Dieser Beitrag hilft dir, ein Gefühl dafür zu bekommen, was in welcher Situation besser passt.
Zwei Wege zur Entlastung
Auf den ersten Blick verfolgen beide Varianten dasselbe Ziel: Sie sollen das Aufstehen erleichtern und Sicherheit geben. In der Praxis erfüllen sie aber unterschiedliche Rollen.
Ein Stuhl mit Aufstehhilfe bleibt in seiner Grundidee ein Stuhl. Er steht am Tisch, lässt sich in verschiedene Räume stellen und wirkt wie ein klassisches Sitzmöbel – nur eben mit einer Zusatzfunktion, die den Übergang in den Stand unterstützt. Die Person sitzt relativ aufrecht, der Stuhl fügt sich unauffällig in Ess- oder Gemeinschaftsbereiche ein.
Ein Aufstehsessel ist dagegen eher ein Ruhe- und Fernsehsessel. Er ist breiter, stärker gepolstert und meist motorisch verstellbar. Hier geht es nicht nur um das Aufstehen, sondern auch darum, über längere Zeit bequem zu sitzen oder fast zu liegen. Viele Menschen verbringen einen großen Teil des Tages in diesem Sessel, so beispielsweise beim Lesen, Schlafen, Fernsehen oder Besuch empfangen.
Wenn der Stuhl mit Aufstehhilfe die bessere Wahl ist
Stell dir vor, jemand lebt noch relativ aktiv zu Hause oder in einer Einrichtung, geht mit Unterstützung zum Esstisch, nimmt an gemeinsamen Mahlzeiten teil und möchte möglichst selbstständig aufstehen. In solchen Situationen spielt ein Stuhl mit Aufstehhilfe seine Stärken aus.
Die Person sitzt in einer eher aufrechten Position, hat guten Kontakt zum Tisch und kann Arme und Beine beim Aufstehen bewusst einsetzen. Die integrierte Aufstehhilfe – idealerweise elektrisch gesteuert – nimmt den schwersten Teil der Bewegung ab, ohne die Eigenaktivität komplett zu ersetzen. Das unterstützt, statt zu „übernehmen“, und ist besonders dann sinnvoll, wenn Muskulatur und Mobilität erhalten bleiben sollen.
Auch räumlich passt ein Stuhl besser, wenn der Platz begrenzt ist. Im Esszimmer oder in kleineren Wohnküchen wirkt ein Stuhl mit Holzgestell und Aufstehfunktion deutlich leichter als ein voluminöser Sessel. In Einrichtungen lässt er sich zudem einfacher in Gruppenräumen einsetzen, ohne den Charakter des Raumes zu verändern.
Kurz gesagt: Wenn der Esstisch ein wichtiger Ort bleibt, der Weg in verschiedene Räume noch möglich ist und die Person sich am Alltag aktiv beteiligen soll, spricht vieles für einen Stuhl mit Aufstehhilfe.
Wann ein Aufstehsessel mehr Sinn ergibt
Eine völlig andere Situation entsteht, wenn der Tag sich vor allem an einem Platz abspielt. Viele ältere Menschen oder Pflegebedürftige haben einen „Hauptsitzplatz“ im Wohnzimmer oder Pflegezimmer, an dem sie lesen, fernsehen, ruhen und aus dem heraus sie nur noch wenige Wege zurücklegen.
Hier spielt ein Aufstehsessel seine Stärken aus. Er bietet eine weichere Polsterung, mehr Fläche zum Anlehnen und die Möglichkeit, Rückenlehne und Beinauflage zu verstellen. Je nach Modell lassen sich nahezu liegende Positionen einstellen, die Kreislauf und Atmung entlasten oder Druck von bestimmten Körperstellen nehmen. Für Menschen, die viel sitzen oder im Sessel schlafen, ist das ein wesentlicher Komfort- und Gesundheitsfaktor.
Die Aufstehfunktion führt in diesen Sesseln häufig bis in eine fast stehende Position. Wer wenig Kraft in den Beinen hat oder nur begrenzt mitarbeiten kann, profitiert davon besonders. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl von „Sicher geführt werden“, denn der Sessel übernimmt große Teile der Bewegung, während die Person sich festhalten und orientieren kann.
Wenn also der Sessel zum zentralen Aufenthaltsort geworden ist, die Wege im Alltag kürzer werden und Lagerung beziehungsweise Entlastung wichtig sind, ist ein Aufstehsessel meist die passendere Lösung.
Blick auf den Alltag statt nur auf das Möbel
Für Angehörige ist es hilfreich, nicht bei der Produktkategorie zu beginnen, sondern bei der Frage: Wie sieht ein typischer Tag aus?
Wenn du dir vor Augen führst, wo die Person sitzt, wie oft sie den Platz wechselt, wie selbstständig sie unterwegs ist und welche Strecken sie zurücklegt, kristallisiert sich meist schnell ein Bild heraus. Ein Mensch, der noch regelmäßig zum Tisch geht, gern in der Küche sitzt oder an Gruppenangeboten teilnimmt, hat andere Bedürfnisse als jemand, der die meiste Zeit in einem Zimmer verbringt und eher Ruhe- oder Lagerungspositionen braucht.
Ebenso wichtig ist die Frage, wie viel Bewegungsfähigkeit noch vorhanden ist, und wie viel du bewusst erhalten möchtest. Ein Stuhl mit Aufstehhilfe ermutigt zur Mitarbeit, ein Aufstehsessel nimmt mehr ab. Beides kann richtig sein, je nach Situation.
Was das für die Auswahl bei Devita bedeutet
Übertragen auf das Devita-Sortiment lässt sich das so zusammenfassen:
Ein Stuhl mit Aufstehhilfe, wie etwa ein modellierter Seniorenstuhl mit integrierter Aufstehhilfe, eignet sich besonders für Essbereiche, Gemeinschaftsräume und Haushalte, in denen der Stuhl mehrfach am Tag genutzt und vielleicht auch einmal versetzt wird. Er verbindet vertraute Optik mit technischer Unterstützung beim Aufstehen.
Ein Aufstehsessel aus dem Devita-Programm ist die richtige Wahl, wenn ein zentraler Ruheplatz im Vordergrund steht. Hier können ergonomische Polsterung, verstellbare Positionen und Aufstehfunktion zu einem wichtigen Baustein für mehr Komfort und Sicherheit werden – sowohl für die sitzende Person als auch für alle, die sie unterstützen.
Beide Lösungen schließen einander nicht aus. Oft ist die Kombination ideal: Ein Stuhl mit Aufstehhilfe am Tisch oder in der Küche, ein Aufstehsessel als Lieblingsplatz im Wohnzimmer oder Pflegezimmer. So lässt sich der Tag zwischen Aktivität und Ruhe sinnvoll strukturieren – jeweils mit dem passenden Möbel.
Weitere Informationen zu unserem Sortiment an hochwertigen Seniorenmöbeln finden Sie unter https://www.devita-online.de/.
Titelbild: Getty Images für Unsplash+
