Pflege bedeutet weit mehr als medizinische Versorgung. Sie ist tägliche Fürsorge, die Lebensqualität, Sicherheit und Würde erhalten soll. Doch Pflegende und Einrichtungsleiter stehen vor der Herausforderung, Räume und Ausstattung so zu gestalten, dass sich Bewohner und Patienten wirklich wohlfühlen und bestmöglich unterstützt werden. Moderne Pflegehilfsmittel, komfortable Sitzmöbel und durchdachte Raumkonzepte können hier einen Unterschied machen. Wie solche Lösungen konkret aussehen und welche Wirkung sie im Alltag entfalten, erklärt Frank Dewes im aktuellen Interview. Er berichtet aus der Praxis, zeigt Herausforderungen auf und beschreibt, wie gute Produkte Pflegeeinrichtungen spürbar entlasten und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen verbessern.
Herr Dewes, viele Pflegeeinrichtungen stehen vor der Herausforderung, ihre Bewohner und Patienten nicht nur medizinisch gut zu versorgen, sondern ihnen auch eine hohe Lebensqualität und Würde im Alltag zu ermöglichen. Welche Rolle spielen dabei die von Devita entwickelten Produkte?
Das zentrale Ziel moderner Pflege ist es, Menschen so viel Selbstständigkeit, Sicherheit und Komfort wie möglich zu bieten – egal, ob sie im Heim, in der Klinik oder zu Hause gepflegt werden. Gleichzeitig müssen Pflegekräfte und Angehörige entlastet werden. Genau hier setzen wir mit unseren Produkten an. Wir entwickeln Stühle, Sessel, Matratzen und Hilfsmittel, die beides leisten: Lebensqualität für die Betroffenen und effiziente Unterstützung für das Personal.
Dekubitus ist ein großes Thema in Kliniken und Heimen. Wie unterstützt Devita in diesem Bereich?
Dekubitusprävention ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Pflege, denn Dekubitus verursacht nicht nur Leid, sondern auch hohe Folgekosten. Deshalb bieten wir Lösungen wie unsere Dekubitus-Matratzen, Sitzkissen und Antidekubitus-Sessel an. Sie sorgen für eine gleichmäßige Druckverteilung, entlasten gefährdete Stellen wie das Steißbein und beugen so dem Wundliegen wirksam vor. Unsere Produkte sind dabei leicht zu reinigen und entsprechen den hohen Hygieneanforderungen im klinischen Alltag.
Neben Lagerungs- und Entlastungshilfen sind Transfer und Mobilität weitere zentrale Herausforderungen in Pflegeheimen. Welche Lösungen hat Devita hierfür entwickelt?
Die sichere Mobilisation der Bewohner ist sehr wichtig – sowohl für deren Wohlbefinden als auch zur Vermeidung von Rückenbelastungen beim Pflegepersonal. Unsere Transferhilfen, Gleitmatten und Antigleitkissen ermöglichen ein kraftsparendes und sicheres Umlagern. Darüber hinaus sind unsere Pflegerollstühle und Pflegesessel so konzipiert, dass sie Transfers erleichtern, verschiedene Positionen ermöglichen und dennoch über viele Stunden hinweg einen hohen Sitzkomfort bieten. So gewinnen Pflegebedürftige mehr Teilhabe, während das Personal spürbar entlastet wird.
Pflegekräfte berichten oft, dass die tägliche Körperpflege bei Menschen mit schweren Einschränkungen schwierig ist. Haben Sie auch dafür Lösungen parat?
Absolut. Unsere Dusch- und Pflegeliegen sind dafür konzipiert, auch Menschen mit starken Mobilitätseinschränkungen eine sichere und hygienische Pflege zu ermöglichen. Die Bewohner können im Liegen gewaschen werden, ohne dass Sturzgefahr besteht oder die Pflegekräfte sich zu stark körperlich belasten müssen. Das steigert die Würde und das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen sowie die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden.
Wie sieht es mit der Ausstattung von Aufenthalts- und Gemeinschaftszimmern in Pflegeheimen und Kliniken aus? Viele Einrichtungen wünschen sich hier Komfort, aber auch Funktionalität.
Genau hierfür haben wir unsere Objektstühle und XXL-Sitzmöbel entwickelt. Unsere Objektstühle für Speisesäle oder Aufenthaltsräume sind stabil, stapelbar, hygienisch und leicht zu reinigen sowie ergonomisch geformt. Gleichzeitig überzeugen sie durch ein wohnliches Design, denn eine angenehme Atmosphäre ist besonders für Senioren von großer Bedeutung. Für Menschen mit höherem Körpergewicht bieten wir speziell entwickelte XXL-Stühle und -Sessel mit breiteren Sitzflächen, erhöhter Belastbarkeit und optionaler Aufstehhilfe. Die Bewohner fühlen sich sicher und Pflegehandlungen werden gleichzeitig erleichtert.
Welchen Ratschlag würden Sie Entscheidern in Kliniken und Pflegeheimen bei der Planung und Ausstattung ihrer Räumlichkeiten geben?
Ich rate immer dazu, Pflege- und Wohnräume ganzheitlich zu betrachten. Es geht nicht nur um einzelne Produkte, sondern um ihr Zusammenwirken: Eine gute Matratze wirkt beispielsweise optimal mit Positionierungskissen zusammen. Ein Pflegesessel entlastet das Personal zusätzlich, wenn er rollbar oder höhenverstellbar ist. Bei Möbeln muss man außerdem stets die Balance aus Funktionalität, Hygiene und Wohnlichkeit im Blick haben. Entscheidend ist, dass die Ausstattung die Pflegekräfte unterstützt und den Bewohnern gleichzeitig Sicherheit, Würde und Lebensqualität schenkt.
Eine letzte Frage: Wofür steht Devita als Unternehmen und worauf legen Sie bei der Entwicklung neuer Pflegemöbel besonderen Wert?
Unsere Vision bei Devita ist, dass Pflegeeinrichtungen durchdacht ausgestattet sind. Das Ziel ist nicht nur, den Pflegealltag effizienter zu gestalten, sondern vor allem, älteren und pflegebedürftigen Menschen ein Leben mit mehr Komfort, Sicherheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Für uns bedeutet Pflege, Verantwortung zu übernehmen und jeden Tag Lösungen zu liefern, die den Unterschied machen – sei es durch einen ergonomischen Pflegestuhl, eine hygienische Duschliege oder eine Matratze zur Dekubitusprophylaxe.
Herr Dewes, vielen Dank für das Gespräch.
