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Die Geschichte hinter Kerry und Lübeck: Wie Devita den „Standard-Seniorenstuhl“ neu gedacht hat

19.06.2026

Die Geschichte hinter Kerry und Lübeck: Wie Devita den „Standard-Seniorenstuhl“ neu gedacht hat

Manchmal beginnt ein neues Produkt mit einer ganz einfachen Beobachtung: Etwas, das Alltag sein sollte, fühlt sich für viele Menschen unangenehm, unpraktisch oder schlicht nicht passend an. Genau so war es bei den Devita-Modellen Lübeck und Kerry.

Frank Dewes, Inhaber von Devita, beschreibt den Ausgangspunkt sehr klar: Der klassische Standard-Rollstuhl, den viele Menschen als Hilfsmittel erhalten, ist in erster Linie dafür gemacht, jemanden von A nach B zu bringen, und nicht dafür, dass jemand darin den halben Tag verbringt. Bequem ist er selten, wohnlich noch weniger. Aus dieser Lücke heraus sind Lübeck und später Kerry entstanden.

Lübeck: Wenn ein Rollstuhl mehr sein soll als ein Transportmittel

Die Leitfrage bei der Entwicklung des Stuhls mit Aufstehhilfe Lübeck lautete:
Wie kann ein Stuhl aussehen, in dem man sich gerne aufhält, der aber trotzdem mobil bleibt?

Zwei Dinge waren von Anfang an entscheidend:

Zum einen die Ergonomie. Lübeck sollte eine gute Lendenabstützung bieten, ein durchdachtes Sitzpolster und eine Sitzgeometrie, die auch langes Sitzen ermöglicht, ohne dass Rücken und Becken leiden. Denn in der Realität sitzen viele Menschen im Pflegealltag über Stunden in einem Stuhl.

Zum anderen die Wohnlichkeit. Anstelle eines kühlen Metallrahmens setzt Lübeck auf einen Rahmen aus massiver Buche, in einer Optik, die an klassische Rundstühle erinnert. Der Stuhl soll nicht nach „Hilfsmittel“ aussehen, sondern nach einem Möbelstück, das sich selbstverständlich in ein Wohnzimmer, einen Aufenthaltsraum oder ein Pflegezimmer einfügt.

Dazu kommt eine stabile, solide Konstruktion: Der Holzrahmen ist robust verleimt, die Rollen sind belastbar und für den Alltag ausgelegt. So lässt sich Lübeck problemlos durch den Raum bewegen, etwa vom Esstisch in die Sitzecke oder ins Schlafzimmer, ohne wackelig oder unsicher zu wirken.

Für Pflegehaushalte ist Lübeck damit mehr als ein Ersatz für den Standard-Rollstuhl: Er ist ein echter Sitzplatz mit Mobilitätsfunktion. Nicht nur ein Transportmittel, sondern ein Möbel, in dem man sich gerne aufhält.

Um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist Lübeck heute in mehreren Varianten erhältlich. Je nach Bedarf stehen Modelle mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen zur Verfügung.

Vom Mobilitätsstuhl zum Alltagsbegleiter: Lübeck in der Weiterentwicklung

Mit den ersten Rückmeldungen aus Pflegehaushalten und Einrichtungen war schnell klar: Lübeck trifft einen echten Bedarf. Menschen sitzen darin spürbar besser, Pflegekräfte und Angehörige schätzen die Mobilität und die wohnliche Erscheinung.

Auf dieser Basis wurde der Stuhl Schritt für Schritt weiterentwickelt und es kamen Funktionen wie die Zentralfeststellbremse und die integrierte Aufstehhilfe hinzu:

  • Zentralfeststellbremse: Statt jede Rolle einzeln zu sichern, lässt sich Lübeck heute über eine Zentralfeststellbremse fixieren. Das macht den Alltag deutlich einfacher: Ein Tritt, und der Stuhl steht sicher – beim Hinsetzen ebenso wie beim Aufstehen.

  • Integrierte Aufstehhilfe: Ein weiterer Entwicklungsschritt war die Integration eines Liftsystems, das den Aufstehvorgang unterstützt. Technisch erinnert es an einen Katapultsitz, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Die Aufstehfunktion ist fest im Stuhl verbaut, nichts wackelt, nichts ist lose aufgelegt.

Für Menschen, die viel sitzen, aber trotzdem mobil bleiben möchten, ist Lübeck damit eine Lösung, die Transport, Komfort und Sicherheit in einem Möbelstück vereint.

Kerry: Die Aufstehhilfe im „ganz normalen“ Seniorenstuhl

Die Geschichte geht jedoch weiter. Das Liftsystem, das im Lübeck so gut funktioniert, sollte nicht nur Stühlen mit Rollen vorbehalten bleiben. Die Idee: Dieses Plus an Sicherheit auch in einen klassischen, stationären Seniorenstuhl zu bringen.

So entstand Kerry.

Kerry ist auf den ersten Blick ein „ganz normaler“ Seniorenstuhl mit Holzgestell, verschiedenen Sitzhöhen, unterschiedlichen Dekoren und Bezugsstoffen. Ein Stuhl, der an den Esstisch passt, in Aufenthaltsräume, in Wohn- oder Gemeinschaftszimmer.

Der entscheidende Unterschied steckt jedoch im Inneren:

  • Elektrisch gesteuerter Aufstehmechanismus: Anders als bei klassischen Katapultsitzen mit Gasfeder ist die Aufstehfunktion bei Kerry elektrisch gesteuert und fest in den Stuhl integriert. Über einen Handschalter lässt sich die Bewegung fein dosieren. Nichts „schnellt“ unkontrolliert nach oben, Nutzer behalten während des gesamten Aufstehvorgangs die Kontrolle. Gerade für ältere Menschen ist dieses Gefühl von Steuerbarkeit ein großes Plus an Sicherheit.

  • Feste, stabile Integration: Während aufgesetzte Katapultkissen oft abnehmbar und leicht wackelig sind, ist der Mechanismus bei Kerry Teil der Konstruktion. Das sorgt für ruhige Bewegungen und ein stabiles Sitzgefühl – im Sitzen ebenso wie beim Übergang in den Stand.

  • Durchdachte Details: Kerry ist in verschiedenen Sitzhöhen erhältlich und kann an die Körpergröße angepasst werden. Ein vorderer, abgerundeter Knauf aus massiver Buche bietet zusätzlichen Halt beim Hinsetzen und Aufstehen. Trotz der integrierten Technik bleibt der Stuhl stapelbar – ein wichtiges Detail für Pflegeeinrichtungen und Mehrzweckbereiche.

Kerry bringt damit die Sicherheit eines Aufstehsystems in das Format eines klassischen Stuhls und ist damit optimal für Menschen, die sich beim Aufstehen Unterstützung wünschen, aber keinen Sessel oder Rollstuhl möchten.

Auch Kerry ist in mehreren Ausführungen erhältlich. Unterschiedliche Sitzhöhen und Ausstattungsvarianten ermöglichen eine Anpassung an individuelle Bedürfnisse sowie an die Anforderungen von Pflegeeinrichtungen und privaten Haushalten.

Faro: Die „Geschwisterversion“ für Heime und Kliniken

Parallel zu Kerry entstand mit Faro eine Variante des Seniorenstuhls speziell für den Einsatz in Heimen und Kliniken.

Technisch basiert Faro auf demselben Grundkonzept wie Kerry und setzt ebenfalls auf ergonomisches Sitzen, wohnliche Gestaltung und eine robuste Konstruktion. Der Unterschied liegt vor allem in der Ausstattung und dem Einsatzbereich:

• Faro verfügt über zwei Vorderrollen, wodurch sich der Stuhl leichter an Tische oder Sitzgruppen heranschieben lässt.
• Kerry ist zusätzlich mit einer integrierten Aufstehhilfe ausgestattet.
• Faro wird in der Regel in größeren Stückzahlen an Heime und Kliniken geliefert.

Für diese Zielgruppe ist besonders wichtig, dass der Stuhl an Brandschutz- und Hygieneanforderungen angepasst werden kann. Faro ist deshalb mit verschiedenen Bezugsstoffen kombinierbar, die bestimmte Brandschutznormen erfüllen. So können Pflegedienstleitungen und Klinikleitungen exakt die Ausführung wählen, die zu ihren Vorgaben passt.

 

Was Kerry und Lübeck verbindet

Auch wenn Lübeck und Kerry auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, tragen sie dieselbe Grundidee:

  • Sitzen muss bequem und ergonomisch sein. Gerade auch, wenn man viele Stunden am Tag im Stuhl verbringt.

  • Hilfsmittel dürfen wohnlich aussehen und zum Lebensumfeld passen.

  • Aufstehen soll sicher, kontrollierbar und möglichst eigenständig möglich bleiben.

Lübeck übersetzt diese Gedanken in einen mobil einsetzbaren Stuhl mit Rollen und optionaler Aufstehhilfe. Kerry bringt das Liftsystem in einen stationären Seniorenstuhl, der an den Esstisch oder in den Gemeinschaftsraum passt. Faro bietet dieselbe wohnliche und ergonomische Grundidee für den professionellen Einsatz in Heimen und Kliniken.

So erzählt die Geschichte von Kerry und Lübeck letztlich von einem konsequenten Weg: weg vom rein funktionalen, oft unbequemen Standardstuhl hin zu Sitzmöbeln, die Komfort, Wohnlichkeit und pflegerische Funktion verbinden.

Weitere Informationen zu den Stühlen mit Aufstehhilfe von Devita finden Sie unter https://www.devita-online.de/stuhl-mit-aufstehhilfe/.

Fotonachweis: unsplash.com/@Hector Reyes