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Warum eine Patientenverfügung wichtig ist

Herr Dewes, was ist eine Patientenverfügung und wie kann diese erstellt werden?
Eine Patientenverfügung legt fest, ob man im Ernstfall in gewisse Untersuchungen seines Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztlichen Eingriffe einwilligen möchte oder ob man diese untersagen möchte. Es handelt sich dabei um eine Patienten-Vorsorge für einen Zeitpunkt in der Zukunft, falls man sich in einem Zustand befindet, in dem man selbst nicht mehr einwilligungsfähig ist. Jede erwachsene Person kann diese schriftliche Willenserklärung aufsetzen. Die Patientenverfügung muss schriftlich vorliegen und eigenhändig unterschrieben sein. Eine notarielle Beurkundung ist nicht nötig. Jeder Mensch egal welchen Alters, der möchte, dass im Notfall in seinem Sinne gehandelt wird, sollte eine Patientenverfügung besitzen.

Was steht in einer Patientenverfügung?
Die Patientenverfügung geht auf konkrete Behandlungsmaßnahmen im Notfall ein. Ihr Inhalt umfasst unter anderem Hinweise, wie in konkreten Fällen eine medizinische Behandlung erfolgen oder unterlassen werden soll. So äußert der Patient seinen Willen über die Themen künstliche Beatmung, Ernährung mittels einer Magensonde und den Anschluss an eine Herz-Lungen-Maschine, sollte der Notfall eintreten. Die mit dem Corona-Virus in Verbindung stehende Situation der künstlichen Beatmung mit Sauerstoffmasken oder Intubation sollte unbedingt in der Patientenverfügung berücksichtigt werden. Existiert Ihre Patientenverfügung schon länger, ergänzen Sie diese um den oben genannten Corona-Zusatz.

Inwieweit ist die Familie in eine Patientenverfügung eingebunden?
Ich empfehle, die Entscheidungen für eine Patientenverfügung und deren Inhalte auch mit der Familie zu besprechen. Es ist wichtig, dass Angehörige den eigenen Patientenwillen kennen und sich auf wichtige Notfall-Themen vorbereiten können. Sprechen Sie auch gerne mit einem Arzt Ihres Vertrauens und klären Sie offene Fragen. Für den Fall, dass Sie in jungen Jahren Ihre Patientenverfügung erstellen, empfehle ich, die Verfügung regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen beziehungsweise zu erneuern. Eventuell haben sich Ihre Ansichten ja im Laufe der Zeit verändert.

Was ist der Unterschied zwischen einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht?
Die Patientenverfügung geht nicht auf den Aspekt einer Betreuungsnotwendigkeit ein. Eine Vorsorgevollmacht bestimmt, welche Person einen rechtwirksam vertritt, für den Fall, dass man selbst nicht mehr in der Lage dazu ist, seinen Willen zu äußern. Die Patientenverfügung dagegen gibt Richtlinien für die medizinische Behandlungssituation vor, an die sich sowohl Ärzte als auch bestellte Betreuer halten müssen.

Herr Dewes, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Fotonachweis: unsplash.com / © Gabrielle Henderson

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